Tabuthema Analbeschwerden


Selbstmedikation bei Hämorrhoiden?
Tabuthema Analbeschwerden
mauritius images / Manfred Habel

Juckreiz am Po, Blut im Stuhl, Fremdkörpergefühl oder Schmerzen beim Stuhlgang: Analbeschwerden sind für viele ein Tabuthema. Oft sind diese Symptome ein Zeichen für vergrößerte Hämorrhoiden. Diese sind meist einfach zu bekämpfen, erklärt ein Experte der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA).

Jeder hat Hämorrhoiden

Hämorrhoiden bezeichnen die Gefäße am Po, welche den Darmausgang abdichten. Bei einigen Menschen vergrößern oder verändern sie sich. Dies ist meist mit Schmerzen verbunden. Gegen die Beschwerden helfen spezielle Salben, Zäpfchen, Analtampons. Einige lindern Juckreiz und Schmerzen, da sie betäubende oder entzündungshemmende Wirkstoffe enthalten. Diese sollten Patient*innen jedoch nur wenige Tage benutzen, da die Salben die Schleimhäute reizen. Salben mit Hammamelis bewirken, dass sich die Gefäße am Po wieder zusammenziehen. Sie wirken so der Ursache der Hämorrhoiden entgegen. Sitzbäder mit Kamillenblüten lindern die Beschwerden im Akutfall zusätzlich. Die Temperatur sollte dabei nicht zu heiß sein. 20 Minuten pro Tag sind ausreichend.

Thomas Benkert von der ABDA rät Patienten zu einem Arztbesuch, wenn die Beschwerden das erste Mal aufgetreten sind oder über längere Zeit anhalten. Nur ein Mediziner kann feststellen, ob die Hämorrhoiden überhaupt die Ursache der Analbeschwerden sind. „Eine Selbstmedikation von Hämorrhoidalleiden ist nur sinnvoll, nachdem schwerwiegende Erkrankungen ausgeschlossen wurden“, gibt Benkert zu bedenken.

Über Anwendung beraten lassen

Bei der Anwendung von Hämorrhoidenmitteln gibt es einiges zu beachten. Zäpfchen dürfen nur soweit in den Darm gelangen, dass sie noch ertastbar sind. Besser eignen sich Zäpfchen mit Mulleinlagen, auch Analtampons genannt. Wird Salbe mit einer Plastiktube in den Darm eingebracht, sollten Patienten die Tube beim Herausziehen zusammendrücken. Dies verhindert, dass der Inhalt zurückfließt. „Lassen Sie sich von Ihrem Apotheker die richtige Anwendung erklären. Jede Apotheke bietet diskrete Beratungen an, zum Beispiel in einem separaten Raum“, rät Benkert abschließend.

Quellen: ABDA, Deutsche Apotheker Zeitung

News

Schlaf: Nicht zu kurz und nicht zu lang
Schlaf: Nicht zu kurz und nicht zu lang

Die Mitte macht´s

Viel hilft viel? Das gilt offenbar nicht beim Thema Schlaf. Denn nicht nur zu wenig Schlaf scheint Menschen schneller altern zu lassen. Das gleiche gilt wohl auch für zu viel Schlaf.   mehr

Hitze bedroht Gehirn und Nerven
Hitze bedroht Gehirn und Nerven

Von Schlaganfall bis Delir

Sommerliche Wärme wird von vielen Menschen als angenehm empfunden. Doch anhaltende Hitze und tropische Nächte können ernsthafte gesundheitliche Folgen haben – insbesondere für das Gehirn.   mehr

Wie viel Schreien ist normal?
Wie viel Schreien ist normal?

Quälende Säuglingskoliken

Viele Eltern kennen die Situation: Das Baby ist satt, frisch gewickelt und gesund – und schreit trotzdem über Stunden. Gerade in den ersten Lebensmonaten können sogenannte Säuglingskoliken Familien an ihre Belastungsgrenzen bringen. Was ist normal und wann muss das Schreien abgeklärt werden?   mehr

Augentropfen: 10 häufige Fehler
Eine Frau gibt Augentropfen ins Auge sein - sie versucht dabei, das Auge nicht zu berühren, um eine Verkeimung zu verhindern.

Was schief gehen kann

Ob bei einer Bindehautentzündung, Verletzungen des Auges oder einem hohen Augendruck: Augentropfen werden in vielen Fällen verordnet. Bei der Anwendung sollte man aber einige Fehlerquellen vermeiden.   mehr

Hilfe fürs Arthroseknie
Hilfe fürs Arthroseknie

Schmerzgele und -pflaster

Kniearthrose ist schmerzhaft – doch nicht immer ist der Griff zur Tablette nötig. Denn schmerzende Kniegelenke lassen sich auch von außen effektiv behandeln. Und zwar mit Schmerzpflastern und Schmerzgelen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Löwen-Apotheke
Inhaber Phil Edrich
Telefon 06343/47 98
E-Mail info@loewenapotheke-bza.de